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Meine Tätigkeit als Restaurator für Farb- und Architekturfassungen verlangt sowohl den Einsatz wissenschaftlich-technischer Untersuchungs- und Dokumentationsmethoden als auch den Einsatz künstlerisch-handwerklicher Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Zur Erkennung und Darstellung der historischen Farbigkeiten von Fassaden, Fassadenteilen oder Innenräumen historischer Gebäude wird eine restauratorische Farbuntersuchung beauftragt. Diese klärt mithilfe von Farbschnitten und Farbabtreppungen, durch größere Freilegungsbereiche, eventuell durch mikroskopische und farbchemische Untersuchungen die Fassungsfolge der einzelnen historischen Farbschichten und ordnet sie einer entsprechenden Raum- bzw. Gebäudefassung zu.

Anhand von bestimmten Gestaltungsformen oder anhand des verwendeten Bindemittels oder Pigments des Farbanstriches kann oftmals eine Datierung der Fassungen vorgenommen werden.

Die festgestellten Farbtöne werden mit Hilfe einer Farbtonkarte beschrieben und die Untersuchungsergebnisse fotografisch und schriftlich dokumentiert.

Ist eine Raumfassung noch relativ gut erhalten oder die historische Gestaltung noch sehr gut nachvollziehbar, kann durch eine behutsame Restaurierung (Retuschen, Reinigung, Festigung) oder durch eine Rekonstruktion mit historischen Mal- und Gestaltungstechniken der historische Raumeindruck wieder hergestellt werden.

  • Retusche

Fehlstellen optisch schließen durch Punkt- oder Strichretusche, möglichst mit reversiblen Farben und als Retusche noch erkennbar

  • Freilegung

Versuch der Trennung der einzelnen übereinanderliegenden Farbschichten zur Klärung der vorhandenen Schichtenfolge oder Abnahme späterer Überfassungen zur Darstellung der ursprünglichen, meist bauzeitlichen Gestaltungen

freigelegte Deckenmalerei
  • Festigung

Putze oder Malschichten durch geeignete Zuführung von Bindemitteln vor mechanischem Abrieb schützen, um beispielsweise Absanden oder Abpudern zu verhindern

  • analytische Untersuchungen

Meist Ausführung durch Speziallabors auf chemischem und mikroskopischen Wege, Ermittlung von verwendeten Pigmenten, Zusätzen und Bindemitteln, bei Putzen Ermittlung der Korngrößen

Dokumentation
  • Raumfassung

Erkannte Gestaltungen einzelner Räume in zeitlicher Abfolge zusammenfassen

  • Gebäudefassung

Gesamtheit der (möglichst zeitgleichen) ursprünglichen Gebäudegestaltung (Fassade, Fenster, Türen, Gitter, Schmuckelemente)

  • schriftliche und fotografische Dokumentation

Erstellt durch Restaurator, Bauforschung (bauliche Veränderungen), Quellenstudium (Akten, bibliophile Nachrichten, Pläne). Untersuchungsergebnisse fließen ein.

  • Farbuntersuchung

Freilegung der einzelnen Fassungen und Einordnen in geschichtlichen Kontext und Gestaltungskonzeption

Farbuntersuchung

  • Datierung

Anhand bestimmter Merkmale (verwendete Pigmente, verwendete Bindemittel, verwendete Stilmerkmale und Formen, verwendete Techniken) Versuch der zeitlichen Zuordnung

  • behutsame Restaurierung

Möglichst geringe Eingriffe in vorhandene Substanz (weniger ist oft mehr!)

  • Rekonstruktion

Erneuerung der historischen Raumfassung, oft auf Kaschierung (Zwischenschicht) in historischen Techniken, oft mit historischen Bindemitteln und traditionellen Pigmenten

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